Chili
















Chili ist, wie auch Paprika, ein Capsicumgewächs.

Es gehört, wie Tomaten, Kartoffeln und Tabak, zur Familie der Nachtschattengewächse.

Fast alle Früchte der Paprika-Arten enthalten, neben ätherischen Ölen das Alkaloid Capsaicin – so auch Chilis.

Abgeleitet aus dem Griechischen bedeutet Capsaicin soviel wie „ich beiße“ und das ist sogar recht wörtlich zu nehmen, denn es löst beim Verzehr einen Hitze- und Schärfereiz aus.

In den 50er Jahren wurden mildere Sorten (Gemüsepaprika) gezüchtet, die fast keine Scharfstoffe mehr enthalten.

Heute ist der Trend in Richtung scharf eindeutig: Chili-Gerichte, Mexiko-Wochen in Burgerketten und auch ausgefallene Varianten wie Chili-Schokolade erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

 

  • Es gibt ca. 200 verschiedene Chilisorten.
  • Obwohl die Frucht der meterhohen Sträucher meist als Schote bezeichnet wird, handelt es sich botanisch gesehen um eine Beere.
  • Die Schärfe, das wichtigste Geschmacksmerkmal der Chilis, wird durch Capsaicin verursacht. Es ist farblos und kann durch kochen oder einfrieren nicht zersetzt werden.
  • Menschen in warmen Regionen nutzen den Effekt des Capsaicin bewusst, um durch das Schwitzen die Körpertemperatur zu senken und den Körper abzukühlen..
  • Capsaicin fördert die Durchblutung und die Ausschüttung von Glückshormonen, tötet Keime und soll sogar aphrosidierend wirken.
  • Schwer Verdauliches verträgt man scharf gewürzt besser, denn Capsaicin regt die Bildung von Verdauungssäften an und wirkt freien Radikalen entgegen.
  • Die Sorte „Bhut Jolokia“ wurde 2007 als schärfste Chili-Schote der Welt ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. In Indien sollen demnächst tränengasähnliche Granaten aus „Bhut Jolokia“ gefertigt werden.
  • Chili ist einer der Wirkstoffe im bewährten ABC-Pflaster.
  • 100 g einer Chilischote enthalten 110-160 mg Vitamin C, das ist doppelt so viel wie in einer ganzen Zitrone.
  • Die kleinste Chili der Welt ist kleiner als ein Streichholzkopf.
  • Cayennepfeffer ist kein Pfeffer, sondern eine gemahlene Chili der Sorte „Cayenne“.
  • Chili als Zusatz in Bootsfarben, verhindert die Ansammlung von Seepocken.
  • Die „schärfste“ Frau der Welt ist die Inderin Anandita Dutta Tamuly. Sie aß in einer TV-Show 51 Chili-Schoten, ohne auch nur eine Miene zu verziehen.
  • Damit die Lippen voller wirken, bieten einige Kosmetikfirmen Lipgloss mit Chili-Extrakt an, dass die Durchblutung anregt und für einen spürbar kribbelnden Sofort-Effekt sorgt.


Chili & Fleisch

Chili con Carne - das aus Texas stammende Cowboy-Gericht ist absoluter Klassiker der feurigen Küche.

Hauptzutaten sind, neben Fleisch, jede Menge scharfe Chilis, die stundenlang mitgekocht werden.

Im Wilden Westen dienten die Schoten nicht nur dem Geschmack: Ihre keimtötende Wirkung sorgte dafür, dass das Essen einen weiteren Tag (ohne Kühlschrank) aufbewahrt werden konnte und kaum geschmackliche einbußen hatte.

Heute ist Chili con Carne nicht nur bei den eingefleischten Cowboys beliebt: Auch Vegetarier brauchen auf ein feuriges Chili nicht zu verzichten.

Chili sin Carne heißt die fleischlose Variante, die reich an Bohnen und Gemüse ist.


Chili & Cola

Kirsche, Zitrone oder Vanille waren bislang die geschmacklichen Begleitkomponenten von Cola.

Jetzt wird die koffeinhaltige Limonade um eine weiter exotische Mixtur ergänzt: Chili.

„Die schärfste Cola der Welt“ ist eine geschmackliche Bereicherung auf dem Softdrink-Markt, da die süße Cola und das feurige Chili perfekt miteinander harmonieren.

Die außergewöhnliche Mischung gibt es in den drei unterschiedlichen Schärfegraden

„Soft Chili“, „More Chili“ sowie „Maxx-Chili“.

Erfunden wurde die so genannte „Cola-Rebell“ von drei Freunden aus Hamburg, die eines Abends gelangweilt in einer Hamburger Szenebar saßen und Chilisauce in die Cola kippten.

Das Ergebnis: Eine kleine Veränderung mit großer Wirkung.

 

Quelle: Ubena Foodservice