Knoblauch

 

Spanien, Italien, Asien, Griechenland und sogar Deutschland – kaum eine Landesküche kommt ohne den berühmten Spross der Lauchfamilie aus.

 Knoblauch verleiht unzähligen Gerichten ihr charakteristisches Aroma und hat eine mythenreiche Vergangenheit.

 Überlieferungen beschreiben die Lauchpflanze als effektives Abwehrmittel gegen Vampire und andere böse Dämonen, aber auch als Schutz vor Krankheiten wie Pest, Typhus und Cholera.

 Ob Ammenmärchen oder Tatsachenbericht, fest steht jedenfalls, dass keine andere Gewürzpflanze eine größere Faszination auf die Menschen ausübte, als der Knoblauch.

 

  • Die Knoblauchpflanze zählt zu den krautigen Gewächsen und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 90 cm.
  • Knoblauch hat keine Wildformen.
  • Der Ursprung der Knoblauchpflanze geht auf die chinesische und ägyptische Frühgeschichte zurück.
  • Knoblauch verträgt sich unterschiedlich gut mit anderen Gewächsen. Durch Wechselwirkungen und chemische Verbindungen lässt er Kohl, Erbsen und Gartenbohnen eingehen.
  • Frisch geernteter Knoblauch riecht weniger stark, als die gelagerte Knolle. Frischer Knoblauch hat im Frühsommer Saison und lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks problemlos bis zu zwei Wochen lagern. Die getrockneten Knollen sind hingegen ganzjährig erhältlich und halten mehrere Monate.
  • Andere Sorte, andere Farbe: Die Farbpalette der Häutchen, die die einzelnen Zehen umschließt, reicht von cremeweiß über grün, bis hin zu braun, violett und sogar purpur.
  • Kleiner Küchentrick: Damit sein Aroma nicht zu bitter wird, den Knoblauch stets vorsichtig und rasch andünsten.
  • Natürliches Antidepressivum: Der französische Wissenschaftler Gilles Fillion fand heraus, dass sich Menschen nach dem Genuss von Knoblauch besser fühlen. Der Grund: Das Lauchgewächs begünstigt den Anstieg von Serotonin, einem Neurotransmitter, der beruhigend auf den Organismus wirkt.
  • Andere Länder, andere Namen: In Österreich ist Knoblauch auch als „Vanille des armen Mannes“ bekannt. Grund dafür ist die Tatsache, dass die echte Vanille lange Zeit nur den obersten Gesellschaftsschichten zugänglich war. Ein Überbleibsel dieser Anekdote ist der Vanillerostbraten – ein würziges Traditionsgericht der Wiener Küche.
  • 1858 entdeckte der Franzose Louis Pasteur die medizinische Wirkung der Knoblauchknollen. Das pflanzliche Antibiotikum, wie Knoblauch fortan genannt wurde, diente noch im Zweiten Weltkrieg als Notversorgung für verwundete Soldaten.
  • Gar nicht königlich: Wegen seines starken Geruchs untersagt das königliche Protokollamt bei Staatsbesuchen der Queen Speisen mit Knoblauch.
  • Unter dem Namen „Knobinon“ vertreibt der Pharmahersteller Parapharm Kautabletten, die der berühmt berüchtigten Knoblauchfahne den Garaus machen sollen. Wer auf Pillen verzichten will, sollte Petersilie kauen oder ein Glas Milch trinken.
  • Gut gegen Parasiten: Zecken meiden Menschen, die Knoblauch gegessen haben.
  • Das Gesetzbuch des amerikanischen Bundesstaates Indiana, untersagt seinen Bürgern den Kino- und Theaterbesuch nach vorangegangenem Knoblauchverzehr. Erst wer mindestens vier Stunden lang knoblauchfrei ist, darf ein Lichtspielhaus betreten.

 

Knoblauch & Gambas

 Was braucht es mehr zum Glücklichsein, als eine Pfanne voll frischer Gambas, schön scharf angebraten in einer aromatischen Marinade aus feinstem, nativem Olivenöl und Knoblauch?

Zur Abrundung noch eine Handvoll herrlich duftender Petersilie hinzugeben und den Krebstieren mit einer Gabe handverlesener Chillischoten ordentlich einheizen.

Die Schärfe der hinzugegebenen Gewürze intensiviert die köstliche Liaison der beiden Protagonisten noch zusätzlich und lässt die perfekte Harmonie aus den butterweichen Knoblauchstückchen und den frischen Meerestieren zu einer unvergesslichen Geschmacksfusion werden.

Dazu eine Karaffe wunderbar gekühlten Weißwein servieren und eine Schale mit geröstetem Weißbrot reichen – fertig ist der perfekte Abend.


Knoblauch & Spinat

Spinat – das krautige Gemüse begleitet uns schon seit Kindertagen.

Als breiiges Einerlei zu Kartoffelpüree und Fischstäbchen sollte er zu Popeyes Kräften verhelfen; als frischer Blattspinat kommt er später ein wenig fad daher.

Doch wer auf den Blubb verzichtet und dem Spinat stattdessen ein wenig Knoblauch zuführt, der erlebt eine kulinarische Kombination, die Genießerherzen auf der ganzen Welt höher schlagen lässt.

Denn: Die frische Säure des Spinats verbindet sich hervorragend mit dem süß-scharfen Aroma des Knoblauchs. Deshalb lieben die Italiener ihre Penne mit Blattspinat, Knoblauch und Pinienkernen, die Asiaten ihren Spinat mit geröstetem Knoblauch und Sojasprossen und ein türkisches Lammgericht ist nur in Begleitung von Spinat mit Knoblauch und Joghurt vollkommen.

 Vielleicht mit ein Grund, warum die Sonne woanders öfter scheint.


Quelle: Ubena