Curry

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Es gibt ihn tatsächlich, den Currybaum (Murraya koenigii), dessen Blätter ein frisches, leicht fruchtiges bis rauchiges Aroma vorweisen.
Allerdings: Dieser Baum hat nichts mit dem uns bekannten Curry zu tun.
Das europäische Currypulver ist eine Gewürzmischung aus Kurkuma, Chili, Kardamom, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel, Pfeffer, Muskat u.v.m.
Diese Mischung wird in Indien nur für den Export hergestellt.
Und wer hat´s erfunden? Die Engländer!
Traditionsbewusste Inderinnen zerstampfen ihre Gewürze weiterhin selbst im Mörser und moderne Inderinnen kaufen auf dem Markt eine fertige Grundmischung, die so genannte „Garam Masala“

  • Inder nennen ihre Gewürzmischungen nicht Curry, sondern Masalas.
  • In Indien ist „Curry“ das Wort für „Gericht mit Soße“, entstanden aus den traditionsreichen Gerichten der Tamilen (kaari) und der Brahmanen (kaaree).
  • Curry besteht aus bis zu 36 verschiedenen Gewürzen.
  • Sorten mit dem Zusatz „Madras“ sind schärfer als „indischer“ oder „englischer“ Curry.
  • Im Currygewürz müssen in Deutschland mindestens 85 Prozent reine Gewürze enthalten sein, der Rest kann aus anderen Stoffen wie Leguminosenmehl, Stärke oder Dextrose bestehen.
  • Thailändische Currys sind nicht pulverförmig, sondern eine Paste.
  • Bei japanischem Curry bzw. Curryblöcken handelt es sich um Saucenmixe, die in 3 Schärfestufen erhältlich sind.
  • Deutschlandweit gibt es 27 Telefonbucheinträge mit dem Nachnamen „Curry“
  • Vorbild der Currywurst war das typische amerikanische Essen „Steak mit Ketchup“
  • Tim Curry spielte den Clown „Es“ in Stephen Kings gleichnamigen Horrorstreifen.
  • Babys können Curry im Fruchtwasser schmecken.
  • Curry-Western heißt ein Genre-Typ der Bollywood-Produktionen: mutige Actionhelden gepaart mit Gesangs- und Tanzeinlagen.
  • Feinste Teilchen Currypulver lösten im Oktober 2009 auf einem Flug von Indien nach Deutschland Feueralarm aus und zwangen den Flieger zur Umkehr.
  • Curryflecken auf der Kleidung lassen sich am Besten mit Spiritus, Weingeist oder Kölnisch Wasser entfernen.


Curry & Frucht


Ein Klassiker: Curry-Huhn mit Früchten ist auf deutschen Speisekarten nicht mehr wegzudenken.
Die Kombination passt geschmacklich einfach ideal zusammen, denn Curry verträgt sich nicht nur mit den Grundgewürzen – er verlangt geradezu nach Säuerlichem wie etwa Fruchtsäure von Ananas und Apfel.

Tipp: Ein wenig Curry verleiht süßen Gerichten zusätzlich Pfiff.
Ob Milchreis, Obstsalat, Pudding oder Eis – die exotische Mischung bekämpft Fernweh und ist ideal zum Dessert, denn Curry enthält Öle sowie Bitter- und Scharfstoffe, die die Verdauung anregen.

Curry & Wurst


Von Herbert Grönemeyer einst durch eine Liebeshymne besungen, zählt die Wurst mit deftiger Würze seit Jahren zu den Lieblingsessen der Deutschen.
Aber Currywurst ist nicht gleich Currywurst: Die Original Currywurst-Soße aus Berlin, die 1958 von ihre Erfinderin Herta Heuwer unter dem Namen Chillup (aus Chili und Ketchup) als Marke beim Patentamt eingetragen wurde, enthält passierte Tomaten oder Tomatenmark, Trinkwasser, Currypulver, Paprika edelsüß und rosenscharf, Worcestershire - Soße, Zucker, Salz, Chilipulver und Obstkonserven.

Mittlerweile gibt es die Wurst aber in unzähligen Variationen, die dem schlechten Ruf von Fastfood immer mehr an den Kragen gehen: von der Deluxe Version mit Blattgold über Würstchen aus Büffel-, Lamm-, oder Straußenfleisch mit exotischen Saucen wie Pflaume-Zimt, Fenchel-Orange und Mango.

 

Quelle: UBENA