Die Vanille

 

Vanille gilt als Königin unter den Gewürzen ist wird nach Safran als zweitteuerster Geschmacksgeber gehandelt.

Der Name stammt vom spanischen „vainilla“ was übersetzt „kleine Hülse“ oder „Schote“ bedeutet. Aber botanisch korrekt ist es eine Kapselfrucht.

Die Gewürzvanille (Vanilla planifolia) stammt ursprünglich aus Mittelamerika und Mexiko und wird heute überwiegend auf Madagaskar und Réunion angepflanzt.

Die französische Insel Réunion wurde früher übrigens „Ile de Bourbon“ genannt und ist somit Namensgeber für die bekannte Bourbon-Vanille.

 

  • Die 2-3 cm starken Lianen der Vanille, einer Kletterorchidee, ranken sich bis zu 10 m lang an Bäumen empor. Vanille ist zudem die einzige Orchideenart, die zur menschlichen Ernährung beiträgt.
  • Damit die Vanilleblüte Früchte trägt, muss sie bestäubt werden. Eine natürliche Bestäubung durch Kolibris und Langrüsselinsekten ist nur in den Anbaugebieten Mittelamerikas möglich. In allen anderen Ländern muss die Pflanze künstlich befruchtet werden. Die manuelle Einzelbehandlung - rund 180 Handgriffe sind nötig, um eine Schote zu produzieren - macht Vanille zu einem der arbeitsintensivsten Agrarprodukte der Welt.
  • Die frisch geerntete Vanillekapsel ist geruchslos. Erst durch Fermentierung werden geruchsintensive Substanzen (wie Vanillin) freigesetzt. Vanillin ist allerdings nur ein Wirkstoff unter vielen: ca. 400 weitere Komponenten wurden in der Vanille bereits entdeckt.
  • 1874 gelang es dem belgischen Botaniker Charles Morren erstmals künstliches Vanillin aus Holzstoff im Labor zu kreieren.
  • Obwohl dieser Stoff minderwertig ist, deckt er mittlerweise aus Kostengründen weltweit 90 % des Vanillebedarfs.
  • Vanille ist ein indirekter Kalorienkiller: Studien zeigen, dass „Schokoladensüchtige“ weniger Süsses essen, wenn sie Vanilleduft oder –geschmack wahrnehmen.
  • Da auf den Anbau von Vanille außerhalb Mexikos die Todestrafe stand, war Mexiko 300 Jahre lang, bis ins 19. Jahrhundert, einziger Vanille-Lieferant der Welt.
  • Psychologen fanden heraus: mit Vanille beduftete Arztpraxen oder Klinken können Kindern die Angst vor dem Arzt nehmen.
  • Zu den weltgrößten Vanille-Abnehmern zählen Coca-Cola und Pepsi. 1985 ersetzte der Coca-Cola Konzern die echte Vanille zeitweise durch künstliches Vanillin. Die „New Coke“ floppte allerdings auf dem Markt.
  • Vanille ist chemisch mit den Phermonen, Sexuallockstoffen aus dem Tierreich verwand und wird deswegen auch als Aphrodisiakum geschätzt, wass ich vor allem die Parfümindustrie zunutzte macht.

Quelle: Ubena