Oregano


- Einmal quer durchs Mittelmeer,

- über Zentraleuropa hoch nach Schottland und Skandinavien,

- weiter über den Balkan ins Reich der Zaren,

- dann nordwärts durch die Türkei und den Iran bis zum Gipfel des Himalaya

- Vorerst letzter Stopp: Nordamerika !

Gemeint ist nicht die Eroberungsroute eines frühmittelalterlichen Herrschers, die Rede ist vom Siegeszug des Oregano – dem wohl bekanntesten Pizzagewürz der Welt.

Man bekommt ihn als blattreiche Krautpflanze, getrocknet, gefriergetrocknet oder in Öl eingelegt.

So universell seine Beschaffenheit, so vielseitig ist auch sein Einsatz in den Küchen der Welt:

Der Geschmack von Oregano erinnert immer ein klein wenig an den Urlaub.

Oregano – der Globetrotter unter den Gewürzen !

 

  • Der Name Oregano kommt aus dem Griechischen, setzt sich zusammen aus den Wortstämmen oros = Berg und ganos = Zierde. Die Bedeutung ist also soviel wie „Schmuck der Berge“. Zur Blütezeit bekommt die Pflanze kleine weiße und violette Blüten, mit deren rötlichem Farbstoff sich Wolle färben lässt.
  • Das Gewürz hat im Volksmund viele Namen: Dost, Dorst, oder wilder Mayoran.
  • Oregano enthält wichtige ätherische Öle, wie Carcacrol und Tyhmol. Die Stoffe sorgen für eine starke Abwehrwirkung gegen Bakterien und Pilzen. Daher nannte man im Mittelalter den Oregano auch „Antibiotika für die Armen“.
  • Mehr Sonne gleich mehr ätherische Öle: in Mexiko liegt der Anteil bei 4 %, im Mittelmeerraum bei 2 bis 2,5 %. In kühlen Gebieten schmeckt der Oregano eher fad.
  • Oregano entfaltet sein volles Aroma, wenn er mindestens 15 Minuten mitgekocht wird.
  • Mit Basilikum, Thymian, Rosmarin und anderen Kräutern verschmilzt Oregano zur Kultgewürzmischung „Kräuter der Provence“.
  • Heißt es nun OrEgano oder OregAno?
  • Ein Blick in den Duden gibt Aufschluss: Der Betonungsstrich liegt auf dem E.
  • Eigentlich will der Oregano gar nicht lecker schmecken, sondern Feinde mit seinem Aroma vertreiben.
  • Höhenflug??
  • In einschlägigen Internetforen diskutieren User über die halluzinogene Wirkung von Oregano. Angeblich soll das Gewürz den Cannabisrausch unterstützen.
  • Anit-Treibhauseffekt: Mischt man dem Futter von Kühen eine Prise Oregano bei, so verringern sich die Methanausdünstungen der Tiere um bis zu 40 Prozent.
  • Laut einem Ranking der Internetplattform „zehn.de - die besten Listen“ belegt Oregano Platz 7 der besten Gartenkräuter für die Fensterbank.
  • Gut gegen böse Geister: Der deutsche Volksglaube überliefert, dass Oregano zum Schutz vor Dämonen als dekoratives Element in den Brautstrauß eingebunden wurde. Alternativ konnte sich die Braut das Kraut auch in den Schuh legen.

 

Oregano + Tomate

Sie sind das unzertrennliche Traumpaar in der Küchenszene.

Eine Hymne voller Leidenschaft: „Oregano is a tomatoes best friend“.

Grün auf Rot, Rot auf Grün.

Nicht nur farblich harmonieren das sanfte Grün des Oreganos und das knallige Rot der Tomate perfekt.

Auch geschmacklich sorgen die beiden für jede Menge Gaumenfreude.

Der aromatisch herbe Gechmack des Oreganos muntert den neutralen Geschmack der Tomate auf, ohne ihren Charakter zu verdecken.

Der Oregano entfacht südländische Wärme in der heimischen Küche und unseren Geschmacksnerven - sommers wie winters.

 

Quelle: Ubena